Beschluss: Kenntnis genommen

Der Sachstand zu den aktuellen Schwerpunkten und Entwicklungen im Fachbereich Gesundheit wird zur Kenntnis genommen.

 


Berichterstatter:                        Michael Heistermann

 

Herr Heistermann leitet anhand der Vorlage in das Thema ein. Dabei verweist er besonders auf den letzten Absatz der Vorlage und hebt den Pakt für den öffentlichen Gesundheitsdienst hervor, welcher in Kürze vorliegen wird. Dieser wird für den Kreis Borken voraussichtlich eine Personalverstärkung im zweistelligen Bereich nach sich ziehen. Dieses zusätzliche Personal soll insgesamt im öffentlichen Gesundheitsdienst und ausdrücklich nicht nur zu Pandemiebekämpfung eingesetzt werden. Die Finanzierung durch Land und Bund wird durch den Pakt bis Ende 2026 gesichert.

Frau Barenberg stellt anschließend die Arbeit des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes anhand der Power-Point-Präsentation vor.

Auf Frau D. Ahlers Frage, wann die zahnärztlichen Untersuchungen in den Kitas wiederaufgenommen würden erläutert Frau Barenberg, dass diese seit diesem Monat wieder angelaufen sind und sehr gut verlaufen.

Herr Buchecker stellt dar, dass einige Kinder Verhaltensauffälligkeiten entwickelt hätten und fragt nach den Maßnahmen zur Aufarbeitung dieser Defizite.

Frau Barenberg erklärt, dass jede Institution nach ihren Möglichkeiten tätig werden muss. Wichtig dabei sei vor allem auch die Vernetzung von Jugendhilfe und Gesundheitsamt mit den Institutionen, welche bereits gut gelingt.

Kreisdirektor Dr. Hörster verweist auf die bereits erfolgte Berichterstattung im Jugendhilfeausschuss sowie im Ausschuss für Bildung und Schule zum Programm des Bundes und Landes: „Aufholen nach Corona in Kinder- und Jugendhilfe“. Er ergänzt, dass alle Akteure, wie Schulen, Jugendamt und Jugendhilfe, freie Träger und Vereine, hier möglichst eng zusammenarbeiten sollten, um soziales Zusammensein für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen und gleichzeitig die Pandemie zu bekämpfen.

Auf Nachfrage von Frau Lindenhahn äußert Kreisdirektor Dr. Hörster, dass die Umsetzung aktuell weniger an den finanziellen Ressourcen als an Personal und guter Abstimmung scheitert. Hieran arbeitet der Kreis Borken aktuell.

Durch das Programm werden Fördermittel zur Verfügung gestellt, die auf drei Säulen aufgeteilt werden. In der Säule I werden für die Schulträger in NRW mit insgesamt 180 Mio. EUR berücksichtigt, um Lernrückstände bei Schülerinnen und Schülern zu begegnen. Für die Fördersäulen 2 und 3 sind für NRW 93 Mio. EUR vorgesehen. In der nächsten Sitzung soll näher berichtet werden.

Frau Pohl fordert, dass besonders die kompensierenden Stellen, wie Kitas und Schulen, möglichst schnell unterstützt werden müssten und Frau E. Ahler ergänzt, dass auch Beratung für Eltern erforderlich sei.

Herr Heistermann verweist auf die Zahl der durchgeführten Schuleingangsuntersuchungen in den Jahren 2020 und 2021, in denen trotz Pandemie, anders als in anderen Kreisen, alle zur Einschulung angemeldeten Kinder durch den Fachbereich Gesundheit untersucht wurden. Diese Untersuchung ist eine gute Chance alle Kinder zumindest einmal zu sehen.

Anschließend stellt Frau Wantia die Arbeit des sozialpsychiatrischen Dienstes sowie der Suchtvorbeugung und –beratung anhand der Power-Point-Präsentation dar. Dabei hebt sie hervor, dass es sich um ein aufsuchendes Angebot handelt, welches in allen kreisangehörigen Städten und Gemeinden z.B. in den Rathäusern durch Ansprechpersonen vertreten ist. Das Angebot richte sich zudem nicht nur an direkt betroffene Personen sondern auch an alle aus deren sozialem Umfeld. Durch die Corona-Pandemie wurden zusätzliche digitale Angebot geschaffen, welche die Vernetzung erhöhen. Sie stellt auch heraus, dass mittlerweile bei den Mitarbeitenden des Fachbereichs Gesundheit insgesamt ein hoher Beanspruchungs- und Belastungsgrad vorliegt.

Frau Demes bedankt sich für die Ausführungen und äußert großen Respekt vor den Aufgaben des Fachbereichs Gesundheit. Frau Lindehahn erkundigt sich, wie die Hilfesuchenden aufgefangen werden können, da ja bekanntermaßen lange Wartelisten auf Therapieplätze bestehen.

Frau Wantia erklärt, dass für den Kreis hier keine Gestaltungsmöglichkeiten bestehen, da die kassenärztliche Vereinigung den Sicherstellungsauftrag hat. Es gibt jedoch Zuwachs an Therapeuten im Kreis Borken.

Insgesamt spielt der Sozialpsychiatrische Dienst so eine wichtige Rolle, weil er über die Wartezeiten für einen Therapieplatz hinweghilft. Außerdem sei grundsätzlich ein zusätzliches Angebot zur Therapie in vielen Fällen nötig und hilfreich. Frau Lindenhahn regt an, stärker auf dieses Angebot als Überbrückung zum Therapieplatz hinzuweisen.