Berichterstatterin:                     Ostendorff, Karin

Frau Ostendorff berichtet, die Betreuungsrechtsreform habe zahlreiche gesetzliche Änderungen ergeben. Beispielsweise würde die Vorlage eines Führungszeugnisses und eines Auszugs aus dem Schuldnerverzeichnis nun auch für alle ehrenamtlichen rechtlichen Betreuerinnen und Betreuer verpflichtend gefordert. Hauptberufliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer müssten sich in ein neugeschaffenes Betreuungsregister eintragen lassen, welches bei der Betreuungsstelle des Kreises Borken geführt wird. Dies treffe auf 63 hauptberufliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer im Kreis Borken zu. Des Weiteren müssten neue hauptberufliche rechtliche Betreuerinnen und Betreuer, soweit sie nicht Sozialarbeit oder Jura studiert haben, vor ihrer Zulassung eine umfangreiche Sachkunde nachweisen. Diese könne modularer Fortbildung erworben werden, die Fortbildung sei dabei aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Es ergebe sich mithin die Sorge, keine Nachwuchsbetreuerinnen und –betreuer rekrutieren zu können. Die Hauptprofessionen hauptamtlicher rechtlicher Betreuerinnen und Betreuer seien Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter bzw. Juristinnen und Juristen. Beide Berufe seien derzeit auch anderweitig sehr gefragt.

Das Land wolle Betreuungsvereine künftig deutlich stärker fördern, sodass sich Einsparpotenziale im Kreishaushalt ergeben könnten. Die konkreten Rahmenbedingungen stünden derzeit noch aus.