Kreisangestellter Kranz stellt die Änderungen des Landschaftsplanes „Rekener Berge“ vor. Schwerpunktinhalte dieser Änderung seien die Neuausweisung des Naturschutzgebietes „Weißes Venn/Geißheide“ und die Erweiterung des Naturschutzgebietes „Schwarzes Venn“ um die durch die öffentliche Hand erworbenen Flächen. Darüber hinaus würde nunmehr das Natur­schutzgebiet „Heubachwiesen“ Bestandteil des Landschaftsplangebietes sein, genauso wie der noch nicht überplante äußerste Norden des Gemeindegebietes Reken. Dieser Teilbereich sei aus dem Landschaftsplan „Velen“ in den Landschaftsplan „Rekener Berge“ übergeführt worden. Dieses sei auf ausdrücklichem Wunsch der Gemeinde Reken erfolgt.

Der Landschaftsplan „Rekener Berge“ sei als 2. Landschaftsplan 1989 rechtskräftig geworden. Es bestünde der Auftrag des Kreistages, die alten Landschaftspläne von ihren Inhalten her auf neuesten Stand zu bringen, u.a. um die Landwirte in den Plangebieten von den positiven neuen Inhalten (z. B. Angebotsplanung) profitieren zu lassen.

Beiratsmitglieder Klöcker und Bröker bitten um Auskunft, ob die bei Unterschutzstellung des Naturschutzgebietes „Heubachwiesen“ gesetzten Ziele aus Sicht der Unteren Landschafts­behörde umgesetzt werden konnten.

KLOAR Schulte führt aus, dass nach seiner Auffassung die seinerzeit gesetzten Ziele insgesamt annähernd erreicht worden seien. Dies würde dadurch bestätigt, dass die besonders ge­schütz­ten Wiesen- und Watvögel fast ausschließlich nur noch in den Schutzgebieten anzutreffen seien.

Dies wird von Beiratsmitglied Schemmer ausdrücklich bestätigt.

Beiratsmitglied Pfeifer ergänzt hierzu, dass die Feuchtwiesengebiete vor allen Dingen auch für die Amphibien, Insekten und andere Kleinstlebewesen enorm wichtig seien. Den Grund hierfür sehe er in der exten­siven Nutzung der Flächen und der im Laufe der vergangenen Jahre neu angelegten Kleingewässer.

Die Diskutanten machen deutlich, dass bei allen wünschenswerten Initiativen zum Schutz der Feuchtwiesengebiete die berechtigten Interessen der Landwirtschaft zu beachten und berück­sichtigen seien.

Auf Nachfrage teilt Kreisangestellter Kranz mit, dass die im Plangebiet vorhandenen arte­sischen Brunnen einen automatischen Schutzstatus gemäß § 62 Landschaftsgesetz Nordrhein-West­falen haben.

KLOAR Schulte weist darauf hin, dass es im Landschaftsplangebiet insgesamt drei militärische Liegenschaften gebe. Neben der Ausweisung des Bereiches „Weißes Venn/Geißheide“ als Naturschutzgebiet seien die beiden weiteren militärischen Liegenschaften mit der Schutzauswei­sung „Landschaftsschutzgebiet“ beplant.

Auf Nachfrage geht KLOAR Schulte kurz auf den aktuellen Stand zur Ausweisung des Inter­kommunalen Gewerbegebietes auf dem Gebiet der Gemeinde Reken ein. Danach stehe derzeit die Entscheidung des Regionalrates über die Änderung des Regionalplanes an. Der Land­schaftsplan weise den Bereich entsprechend seiner Wertigkeit als Landschaftsschutz­gebiet aus.

Zum weiteren Verlauf des Planverfahrens weist KLOAR Schulte darauf hin, dass in Kürze die Bür­gerbeteiligung und anschließend die Offenlage anstünden. Mit Rechtskraft der 3. Änderung des Landschaftsplanes „Rekener Berge“ rechne er noch für das Jahr 2006.

Der Verlauf der Diskussion macht deutlich, dass das Thema Feuchtwiesenschutz anhand des Beispieles „Heubachwiesen“ in einer der nächsten Sitzungen als Schwerpunktthema behandelt werden soll. Die Verwaltung wird gebeten, Mitarbeiter der Biologischen Station Zwillbrock zu bitten, in einer der nächsten Beiratssitzungen zu diesem Thema vorzutragen.