Betreff
Hausärztliche Versorgung im Westmünsterland;
Anfrage der Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN v. 07.11.2017
Vorlage
0339/2017/KREIS
Art
Anfrage Bündnis90/DIE GRÜNEN

Sachdarstellung:

Eine Verschärfung der Situation der Hausarzt-Versorgung in den nächsten Jahren ist zu erwarten. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) warnt sogar vor dem schleichenden Zusammenbruch der Hausarzt-Versorgung (vgl. MLZ vom 4.11.2017).

Nur noch wenige junge Ärztinnen und Ärzte lassen sich im ländlichen Raum als Hausarzt nieder. Sie bevorzugen häufig eher die Großstädte als ländliche Regionen. Besonders junge Ärztinnen und Ärzte wünschen sich zudem, zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Anstellung in Praxen.

Zur weiteren Beratung in den betreffenden Gremien brauchen wir umfassendere Informationen zu geeignet erscheinenden Modellen, mit denen einer sich zuspitzenden Unterversorgung in der hausärztlichen Versorgung im Westmünsterland besser als bisher begegnet werden kann.

Die Kreisverwaltung wird daher gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:

1.   Wie ist die aktuelle Situation der Hausarzt-Versorgung im Westmünsterland?

2.   Neben der Kampagne ‚Hand auf’s Herz‘, die Medizinstudenten zum Praktikum in das Westmünsterland einlädt, welche anderen kommunalen Modelle zur Verbesserung insbesondere der hausärztlichen-Versorgung gibt es?

3.   Insbesondere bitten wir, das im hessischen Lahn-Dill Kreis begonnene Projekt „Landarztnetz Lahn-Dill GmbH“ darzustellen und Stellung zu nehmen, ob der Aufbau eines kommunalen Medizinisches Versorgungszentrums (MVZ) eine für das Westmünsterland geeignete Lösung ist, dem drohenden Hausarztmangel zu begegnen.

Mit freundlichen Grüßen

Gertrud Welper

Fraktionsvorsitzende