Betreff
Aktueller Sachstand der Corona-Pandemie im Bereich Schule
Vorlage
0023/2021/KREIS
Art
Beschlussvorlage

Der Ausschuss für Bildung und Schule nimmt den aktuellen Sachstand der Corona-Pandemie im Bereich Schule zur Kenntnis.

Rechtsgrundlage:

./.

 

Sachdarstellung:

Zuletzt wurde im Rahmen des Infopaketes für den Ausschuss für Bildung und Schule im Dezember 2020 über den aktuellen Sachstand der Corona-Pandemie im Bereich Schule berichtet.

Viele der dort beschriebenen Regelungen gelten weiterhin. Nachstehend werden daher lediglich die sich aktuell ergebenden Veränderungen beschrieben.

 

·         Schulbetrieb

Die Weihnachtsferien 2020/2021 wurden verlängert. Am 21. und 22.12.2020 sowie am 07.und 08.01.2021 war an den öffentlichen Schulen in Nordrhein-Westfalen unterrichtsfrei. In den Schulen wurde an diesen Tagen eine Notbetreuung für alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 6 angeboten.

Von den Schulen in Trägerschaft des Kreises haben die Förderschulen ein entsprechendes Angebot gemacht. Nur wenige Familien haben die Notbetreuung an diesen Tagen in Anspruch genommen. Am 21. und 22.12.2020 wurden insgesamt 12 Kinder betreut, davon 5 an der Neumühlenschule und 7 in der Brüder-Grimmschule. Am 07. Und 08.01.2021 wurden 13 Schülerinnen und Schüler betreut, davon 1 an der Hans-Christian-Andersen-Schule, 4 an der Neumühlenschule und 8 an der Brüder-Grimm-Schule.

Zum Unterrichtsbeginn ab dem 11.01.2021 wurde der Präsenzunterricht zunächst befristet bis zum 31.01.2021 ausgesetzt. In allen Schulen und Schulformen wird der Unterricht für alle Jahrgangsstufen als Distanzunterricht erteilt. Zwingend zu schreibende Klausuren und durchzuführende Prüfungen in den Jahrgangstufen Q1 und Q2 sowie den Klassen 12 und 13 der Beruflichen Gymnasien und den Abschlussklassen der Berufskollegs können unter Einhaltung der Hygienevorgaben im Präsenzformat geschrieben werden.

An den Berufskollegs in Trägerschaft des Kreises mussten nur in wenigen Ausnahmefällen noch Klausuren geschrieben werden.

Insgesamt ist der Distanzunterricht an den Berufskollegs und Förderschulen des Kreises gut angelaufen. Größere Probleme sind an keiner Schule aufgetreten.

Ab dem 11.01.2021 wird für Jahrgangstufen 1 bis 6 weiterhin eine Notbetreuung angeboten. Zum Stichtag 20.01.2021 wurden nach unserer Erhebung insgesamt 50 Schülerinnen und Schüler an den Förderschulen in Trägerschaft des Kreises betreut. Davon 1 an der Overbergschule am Standort Bocholt, 9 an der Hans-Christian-Andersen-Schule sowie jeweils 20 an der Neumühlenschule und der Brüder-Grimm-Schule. Die Zahl steigt seit Beginn leicht an.

Die konkreten Regelungen für den Schulbetrieb ab dem 01.02.2021 für das Land Nordrhein-Westfalen liegen derzeit noch nicht vor. Aufgrund der Beschlüsse der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder vom 19.01.2021 ist jedoch davon auszugehen, dass die bestehenden Regelungen mindestens bis zum 14.02.2021 verlängert werden.

 

·         Infektionsschutz und Hygiene

Die bereits bekannten Hygienemaßnahmen gelten weiterhin während der Notbetreuung und die wenigen Klausurtermine.

Die Landesregierung stellt Haushaltsmittel bereit, um alle Lehrkräfte und sonstiges schulisches Personal für die Zeit bis zu den Osterferien mit den sogenannten FFP-2-Masken auszustatten. Hierbei sollen die genannten Personen pro Präsenztag mit zwei FFP-2 Masken ausgestattet werden. Die Beschaffung erfolgt über die Schulträger.

Der Kreis Borken wird vom Land rund 55.000 € für die Beschaffung der FFP-2-Masken erhalten.

 

·         Besondere Regelungen

Da der Präsenzunterricht zzt. ausgesetzt ist, kommen die besonderen Regelungen zum Sport-, Musikunterricht sowie zum fachpraktischen Unterricht in den Berufskollegs derzeit nicht zur Anwendung.

Die Regelungen für die Ganztags- und Betreuungsangebote in der Primarstufe und der Sekundarstufe I gelten während der Notbetreuung weiterhin.

 

·         Möglichkeiten der Corona-Testung für das Personal an den Schulen

In der Zeit ab dem 11.01.2021 bis zum letzten Schultag vor den Osterferien (26.03.2021) können sich alle an den öffentlichen und privaten Schulen tätigen Beschäftigten bis zu sechs Mal anlasslos und zu einem frei gewählten Termin testen lassen. Anders als bislang erfolgt die Testung mittels PoC-Antigen-Test (sog. Corona-Schnelltest), bei dem das Ergebnis nach einer kurzen Wartezeit in der Praxis mitgeteilt wird. Ein PCR-Test ist mit anschließend erforderlicher Laborauswertung ist nur ausnahmsweise möglich.

 

·         Luftreinigungsgeräte und CO²-Messgeräte

In der Sitzung des Kreistages am 19.11.2020 wurde unter dem TOP 11 über das Thema Luftreinigungsgeräte ausführlich beraten (Sitzungsvorlage-Nr. 0375/20207Kreis). Eine gute Durchlüftung kann durch natürliche Fensterlüftung oder durch eine mechanische Lüftungsanlage sichergestellt werden. Luftreinigungsgeräte können die natürliche Fensterlüftung nicht ersetzen. Das Umweltbundesamt steht einem generellen Einsatz von mobilen Luftreinigern als lüftungsunterstützende Maßnahme bei SARS-CoV-2 in Schulen kritisch gegenüber. Es hält den Einsatz lediglich in Ausnahmefällen, nämlich dann, wenn aufgrund der Raumsituation keine ausreichende Lüftung möglich ist, für gerechtfertigt. Fördermittel von Bund und Land unterstützen die Anschaffung von Luftreinigungsgeräten nur in den Fällen, in denen aufgrund der Raumsituation keine ausreichende Lüftung gegeben ist. Dies trifft nur in wenigen Ausnahmefällen auf Räume in den kreiseigenen Schulen zu. Aktuell werden solche Räume nicht genutzt.

In der Sitzung des Kreistages wurde vorgeschlagen, für diese Räume probeweise Luftreinigungsgeräte zu beschaffen, um die Wirkung im Unterrichtsbetrieb zu testen.

In der Zwischenzeit wurden verschieden Typen von Luftreinigungsgeräten bestellt. Bislang wurde lediglich ein Gerät ausgeliefert. Die Lieferung weiterer Geräte wird in den nächsten Wochen erwartet.

Das vorhandene Luftreinigungsgerät wird am Berufskolleg für Technik in Ahaus getestet. Derzeit ist eine abschließende Bewertung der Wirkung noch nicht möglich, weil aktuell kein Präsenzunterricht stattfindet.

Wie in der Sitzung des Kreistages am 19.11.2021 vereinbart, wird über die Belüftungssituation an den kreiseigenen Schulen im Fachausschuss regelmäßig berichtet.

 

·         Corona-Rückverfolgung in Schulen

Seit Anfang November hat der Fachbereich Bildung, Schule, Kultur und Sport in enger Absprache mit dem Fachbereich Gesundheit die Rückverfolgung der Corona-Fälle in den Schulen im Kreisgebiet Borken übernommen. Gemeinsam mit den Schulleitungen wurde eine Risikoeinschätzung vorgenommen. Die einzuleitenden Maßnahmen wurden mit dem Fachbereich Gesundheit abgestimmt.

Im Regelfall wurden bei infizierten Schülerinnen, Schülern oder infiziertem Schulpersonal die unmittelbaren Kontakte identifiziert (z.B. Sitznachbarn, OGS-Kontakte, Fahrgemeinschaften) und diesen dringlich empfohlen sich bis zum Vorliegen des negativen PCR-Test-Ergebnisses in häusliche Absonderung zu begeben. Nachstehend ist die Entwicklung der Fallzahlen dargestellt.

 

Monat

Anzahl Index-Fälle

veranlasste

PCR-Tests

davon positives Testergebnis

November

383

714

6

Dezember

261

853

16

Januar

(bis einschl. 20.01.2021)

38

Es findet derzeit kein Präsenzunterricht statt.

insgesamt

682

1.567

22

 

Bei den kreisweit rund 120 Schulen sind bislang an 110 Schulen Corona-Fälle aufgetreten. Es waren also fast alle Schulen in allen Schulformen im Kreis betroffen.

 

Entscheidungsalternative(n):

Nein

 

Finanzielle Auswirkungen:             Ja   Nein

 

  

Klimafolgenabschätzung:

Klimafolgen, die sich aus dem Beschluss ergeben, sind

 positiv

 nicht zu erwarten / sind nicht ersichtlich

 nicht wesentlich (z.B. in Folge von Geringfügigkeit, fehlender Unmittelbarkeit, sich weitgehend neutralisierender Wechselwirkungen)

 negativ – Klimaschonendere Alternativen

 kommen aus Sicht der Verwaltung nicht in Betracht (bei Bedarf Ausführungen durch FE), weil…

 werden von der Verwaltung aus folgenden Gründen nicht vorgeschlagen

(z.B. Wirtschaftlichkeit, Kosten, technische Risiken, Verlässlichkeit, etc.): Ausführungen durch FE