Betreff
Projekt "Demographischer Wandel"
Vorlage
0224/2005
Art
Beschlussvorlage öffentlich

Der Kreistag nimmt das geplante Projekt zur Gestaltung des Demografischen Wandels im Kreis Borken zustimmend zur Kenntnis.

 

Rechtsgrundlage:

keine

 


Sachdarstellung:

Der Kreis Borken gehört zu den wenigen Wachstumsregionen der Bundesrepublik. Aufgrund aktueller Prognosen ist davon auszugehen, dass die Bevölkerung des Kreises Borken bis zum Jahr 2020 um insgesamt 9 % wachsen wird. Dennoch kommen die Herausforderungen einer sich stark verändernden Bevölkerungsstruktur und die weit reichenden Auswirkungen  des demografischen Wandels auf die Infrastruktur und die Arbeitswelt auch auf den Kreis Borken zu. Wenn der Kreis Borken dauerhaft über eine ausgeglichene Bevölkerungsstruktur, eine gesunde Wirtschaftskraft und eine bedarfsgerechte Infrastruktur verfügen will, muss der Kreis bestehende Gestaltungsmöglichkeiten und die mit dem demografischen Wandel verbundenen Chancen effektiv nutzen. Die Gestaltung des demographischen Wandels stellt damit eine der zentralen Zukunftsaufgaben für den Kreis Borken dar.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Verwaltung dafür ausgesprochen, vorbereitend für eine politische Entscheidung über konkrete Maßnahmen ein Gesamtkonzept mit umsetzungsfähigen Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Dabei steht nicht die Erarbeitung eines theoretischen Konzeptes im Mittelpunkt, sondern die Vorbereitung, Einleitung und Umsetzungsförderung konkreter Strategien und Maßnahmen zur Bewältigung der demografiebedingten Herausforderungen. Dies setzt voraus, dass im Rahmen des Projektes realisierbare Prioritäten gesetzt und einzelne Aktivitäten hinsichtlich ihrer Wirkungsmöglichkeiten geprüft werden. Das geplante Projekt basiert auf einer intensiven Beteiligung der Kompetenzen aus Politik, Verwaltung und weiterer Akteure.

Im ersten Schritt sieht die Projektplanung vor, bis Ende 2005 die demografischen Eckdaten sowie alle begonnenen demografierelevanten Maßnahmen in einem Demografiebericht aufzubereiten und den Fraktionen des Kreistages zur Beratung zu geben.

Der demografische Wandel kann nur in gemeinsamer Verantwortung von Kreis, Städten und Gemeinden gestaltet werden, weshalb gemeinsame Kommunikations- und Verantwortungsstrukturen vereinbart werden sollen. Vor diesem Hintergrund erhalten auch die Städte und Gemeinden den Demografiebericht.

Im Frühjahr 2006 sollen im Rahmen einer Klausurtagung gemeinsam mit zentralen Schlüsselpersonen die weiteren Aktivitäten geplant werden. Teilnehmer/innen der Veranstaltung sollen Vertreter/innen der Fraktionen des Kreistages sowie Akteure aus den Bereichen Kirche, Wirtschaft, Verbände, Kommunen u.a. sein.

Hierauf aufbauend erstellt die Verwaltung bis zur Sommerpause 2006 den Entwurf eines Gesamtkonzeptes mit Handlungsempfehlungen für ausgewählte Handlungsfelder. Es ist geplant, das der Kreistag dieses Gesamtkonzept im Herbst 2006 verabschiedet.

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Für die interne Geschäftsführung, die Durchführung von Veranstaltungen sowie eine externe Prozessbegleitung sind Kosten in Höhe von rund 40.000 Euro einzuplanen.