Betreff
Maßnahmen zum Klimaschutz im Kreis Borken Beschluss des Kreistages vom 29.03.2007
Vorlage
0203/2007
Art
Beschlussvorlage öffentlich

Der Kreistag nimmt den Maßnahmen- und Vorschlagskatalog zur Kenntnis.

Rechtsgrundlage:

Keine.


Sachdarstellung:

Der im Frühjahr 2007 veröffentlichte 4. Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Aus­schusses für Klimaänderungen (IPCC) macht deutlich: Das Klima wird wärmer. Hauptursache für diese sich vollziehende globale Erwärmung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der vom Men­schen verursachte Ausstoß von Treibhausgasen, d.h. von Kohlendioxid, Methan, Lachgas, Fluorkohlenwasserstoffe, Schwefelhexafluorid.

 

Kohlendioxid, das u. a. bei der Verbrennung fossiler Energieträger entsteht, macht etwa 60 % des vom Menschen verursachten Treibhauseffekts aus.

 

Klimaforscher fordern: Maximal drei Tonnen Kohlendioxid pro Kopf und Jahr im Durch­schnitt weltweit, um die globale Erwärmung auf 2 °C im Vergleich zum vorindustriellem Niveau zu begrenzen. Nur dann lassen sich katastrophale Folgen des Klimawandels noch halbwegs abwenden. Zum Vergleich: Als Durchschnittswerte für Deutschland, die im CO2-Rechner des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz[1] als Vergleichswerte zum individuellen CO2-Aus­stoß angegeben werden, wird pro Person eine Summe von 10,4 Tonnen Kohlendioxid an­gegeben!

 

Vor diesem Hintergrund ist insbesondere der öffentliche Bereich ‑ wie der Kreis Borken ‑ auf­gefordert, als eigener Verbraucher und Vorbild für Private wirksame Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen. Schlüsselfunktionen kommen hier der Förderung der erneuerbaren Energien, der Verbesserung der Energieeffizienz sowie dem Energiesparen zu.

 

In diesen Feldern hat der Kreis Borken bereits in der Vergangenheit verschiedene Aktivitäten durchgeführt. Diese ergänzend und darüber hinaus sind weitere Maßnahmen denkbar, die von Seiten des Kreises Borken noch durchgeführt werden können.

 

Geordnet nach einzelnen Handlungsbereichen werden in der Anlage zunächst die Maßnahmen aufgelistet, die der Kreis Bereits jetzt zur Reduktion der Treibhausgase eingeleitet hat. Es folgen Vorschläge, durch welche weitere Maßnahmen des Kreises Treibhausgase, die für den Klima­wandel verantwortlich sind, reduziert werden können.

 


 

Bereits eingeleitete Maßnahmen zur Reduzierung von Treibhausgasen

 

 

Bereich Umweltfreundliche Beschaffung

 

Optimierung der Dienstwagenflotte

Der Kreis Borken kauft und least Dienstwagen.

Die geleasten Dienstwagen sind Kleinwagen mit einem geringen Verbrauch. Dadurch, dass diese Wagen nach einem Jahr zurückgegeben werden, stehen immer Fahr­zeuge nach dem neuesten Stand der Technik zur Verfügung.

Bei den gekauften Dienstwagen handelt es sich um Diesel- und Gasfahrzeuge mit einem geringen Verbrauch.

 

 

Anschaffungen von Einsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes

 

Bei der Beschaffung von Einsatzfahrzeugen des Rettungsdienstes wird darauf ge­achtet, dass nur Fahrzeuge nach dem neuesten Stand der Technik gekauft werden. Darin sind idR klimaschützende Faktoren enthalten (z.B. Rußpartikelfilter für Diesel­fahrzeuge).

 

 
Geräteausstattung der Kreisverwaltung

 

Einsatz moderner Rechner- und Druckersys­teme am Arbeitsplatz

 

 

Die IT-Industrie berücksichtigt bei der Produktion zunehmend Umwelt- und Energie­aspekte. Durch den regelmäßigen Tausch der Geräte (über den Mietvertrag) nimmt der Kreis an dieser Entwicklung teil.

Einsatz von TFT-Flachbildschirmen

 

 

Wesentlich geringerer Stromverbrauch als Röhrenmonitore

Autom. Abschaltung der Rechner nach Dienst­schluss

 

Programmgesteuertes Herunterfahren der Rechner nach Dienstschluss

Einsatz von energieeffizienten Komponenten im Rechenzentrum

 

Kein Komplettaustausch der vorhandenen Systeme, aber Berücksichtigung von Ener­gie­effizienz ( Stichwort: green IT) bei Systemwechsel bzw. –austausch

 

Bereich Verkehr

 

Firmen-Abo

 

Beschäftigte der Kreisverwaltung können Monatskarten für Bus im Abonnement er­wer­ben. Das Firmen-Abo ist besonders preiswert, weil die Kolleginnen und Kollegen des Kreises Borken das Firmen-Abo per Sammelbestellung beziehen. Der Kreis Borken be­stellt das Ticket direkt beim Verkehrsunternehmen. Abwicklung und Ticket­ausgabe nimmt der Fachbereich Verkehr vor. Die Bezahlung erfolgt durch Abbuchung von den Bezügen. Derzeit nutzen 26 Kolleginnen und Kollegen des Kreises Borken dieses Angebot. Ange­schlossen an das Firmen-Abo sind auch 3 Beschäftigte der Polizei, 5 des Marienhospitals Borken, 11 der Stadt Borken und 2 der Wohnbau.

Wettbewerb „Mit dem Rad zur Arbeit“

 

Die AOK, der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club und das Bundesministerium für Ver­kehr, Bau und Stadtentwicklung organisieren jährlich die Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“. Mit­machen kann jeder, der im Aktionszeitraum an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zur Arbeit fährt. Am Ende der Aktion werden attraktive Preise verlost. Zu­sätzlich gibt es eine Teamwertung. Landrat Gerd Wiesmann war im vergangenen Jahr Schirmherr der Aktion im Kreis Borken. 88 aktive Radlerinnen und Radler, 3.163 Tage und 28.970 Kilometer waren die Bilanzwerte dieser Aktion bei der Kreisverwaltung Borken.

Pendlernetz

 

Der Kreis Borken beteiligt sich seit September 2002 am Bürgerservice Pendlernetz. Dies ist eine Mitfahrbörse für Berufs- und Alltagspendler, die Interessierten kostenlos die Suche nach Mitfahrgelegenheiten via Internet ermöglicht. Das Pendlernetz ist über die Homepage des Kreises Borken verlinkt.

Förderung von Fahrgemeinschaften

Durch eine bevorzugte Behandlung bei der Vergabe von Tiefgaragenplätzen werden Fahrgemeinschaften gefördert.

 

Freizeit- und Fietsenbus

Im Kreis Borken verkehrt in den Sommermonaten auf einer Route durch den Südkreis der Freizeitbus. Der Nordkreis wird durch den Fietsenbus erschlossen. Auf beiden Strecken können Fahrräder mitgenommen werden. Zielgruppen sind Familien mit Kindern, die die Freizeiteinrichtungen des Kreises erreichen sowie heimische Freizeit­radfahrer, die Touren unternehmen wollen. Mit Hilfe der beiden Linien sind Nutzer­potentiale im Freizeitverkehr erschlossen und die Attraktivität des ÖPNV an Wochen­enden ist gesteigert worden.

 

Kreiseigene Gebäude

 

 

Sanierung der Fassaden, Dächer und Fenster

 

 

 

Mit einem Investitionsvolumen von ca. 12 Mio. € sind die Gebäude des Kreises (u.a. Berufskolleg Lise Meitner Ahaus, Berufskolleg für Technik Ahaus, Berufskolleg Wirt­schaft und Verwaltung Ahaus, Berufskolleg Borken) seit 1999 nahezu vollständig von ihrer Hülle her energetisch verbessert worden.

 

 

Austausch von Heizungsanlagen

 

 

 

Mit einem Investitionsvolumen von ca. 2 Mio. € sind die Heizungsanlagen bis auf wenige Ausnahmen seit 1999 auf moderne energetisch vorteilhafte Heizungssysteme mit Brennwerttechnik und Computersteuerung umgerüstet worden.

 

 

Einbau von Energieleuchten

 

 

 

In einer Vielzahl von Gebäuden sind Energiesparleuchten mit einer bewegungs- oder zeitgesteuerten Abschaltung installiert worden (z.B. automatische Abschaltung in Sport­hallen, Bewegungsmelder in Klassenzimmern).

 

 

Wärmepumpenheizung

 

 

 

Der Erweiterungsbau der Brüder-Grimm-Schule in Gescher wird mit einer Erdwärme­heizung auf der Basis von Wärmepumpen ausgestattet. Erfahrungen wurden mit die­ser Technik in Raesfeld beim Bau des BIZ gesammelt.

 

 

Photovoltaikanlagen

 

 

 

Die Brüder-Grimm-Schule in Gescher wird als erstes Objekt mit einer Photovoltaik­anlage ausgerüstet. Insgesamt wird so mehr regenerative Energie am Standort er­zeugt als durch die Erweiterung verbraucht wird. Im Übrigen laufen die Planungen zur Umsetzung des Kreistagsbeschlusses zur Errichtung von Photovoltaikanlagen auf allen Kreisgebäu­den.

 

Nutzerorientierte Maßnahmen

 

 

Durch eine neue Dienstanweisung für Hausmeister, die ab 01.01.2008 wirksam wer­den soll, werden energiesparende Arbeiten und Maßnahmen in den Standardleis­tungskata­log für Hausmeister aufgenommen.

Controlling der Energieverbräuche

Der Kreis Borken nimmt am KGSt „Vergleichsring Gebäudewirtschaft Landkreise NRW“ teil. Unter anderem wird der Wärmeenergie- und Stromverbrauch der Gebäude mit denen anderer Kreise verglichen.

 

Förderung der Energieeinsparung im baulichen Bereich

 

Initiative „Besser wohnen im Münsterland“

 

Auf Initiative der Handwerkskammer Münster haben die Münsterlandkreise und die Stadt Münster zusammen mit den Kreishandwerkerschaften im Oktober 2005 das Projekt „Besser wohnen im Münsterland“ gestartet. Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Be­ratung, Unterstützung und Förderung beim energiesparenden Bauen. Das Pro­jekt wird im Kreis Borken gemeinsam von der Kreishandwerkerschaft Borken, dem Kreis Borken sowie den Städten und Gemeinden mit Unterstützung der WFG und der Sparkasse Westmünsterland umgesetzt. Weitere Partner wie etwa die VR-Bank Westmünsterland und verschiedene Stadtwerke sind ebenfalls eingebunden.

 

Thermografieaktionen

 

In den vergangenen beiden Jahren wurden in Kooperation mit der Sparkasse West­münsterland, der Kreishandwerkerschaft Borken, der WFG und der jeweiligen Kom­mune zahlreiche Informationsveranstaltungen mit Fachreferenten über Thermografie mit vielen Teilnehmern durchgeführt. Als Ergebnis dieser Aktionen wurden kreisweit fast 1.000 Thermografiegutachten in Auftrag gegeben. Die Auftraggeber erhiel­ten neben den Thermografieaufnahmen des Gebäudes Tipps zum Energiesparen, zur Energieberatung und zur Förderung von Sanierungsmaßnahmen.

 

Auch in der Heizperiode 2007/2008 soll es wieder Thermografieaktionen geben.

 

Bauratgeber „Besser wohnen im Münsterland“

 

 

 

Im Herbst 2006 wurde erstmalig ein Bauratgeber herausgegeben, der Bauwilligen Infor­mationen zum energiesparenden Bauen gibt. Neben Informationen über Möglich­keiten des Energiesparens bei der Gebäudehülle und der Anlagentechnik enthält der Baurat­geber Hinweise zu Handwerksbetrieben, die sich in dieser Richtung speziali­siert haben. Derzeit ist ein neuer Bauratgeber 2007/2008 in Arbeit, der im November dieses Jahres erscheinen soll.

 

 

 

Infobrief des Fachbereichs Bauen und Wohnen

 

Auch durch den Infobrief des Fachbereichs Bauen und Wohnen werden Informationen u.a. zum energiesparenden Bauen weitergegeben. Die Adressaten sind hier speziell die Entwurfsverfasser (Architekten und Bauingenieure – zur Zeit 350 Adressaten). Im nächsten Infobrief wird der Fachbereich Bauen und Wohnen über die neue Energie­spar­verordnung (EnEV 2007) informieren.

 

 

Internetportal AltbauNeu

 

 

 

Im Rahmen des durch das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Lan­des Nordrhein-Westfalen geförderten Projekts AltbauNeu wurde ein Internet-Portal (www.alt-bau-neu.de) aufgebaut, in dem Informationen zur energetischen Gebäude­sanierung abgerufen werden können. Neben generellen Hinweisen wie Gebäude­typolo­gien und Praxisbeispielen wurden Datenbanken implementiert, über die lokale Dienstleister wie Energieberater abgerufen werden können. Der Kreis Borken ist finan­ziell an dem Projekt AltbauNeu beteiligt und pflegt die auf den Kreis Borken be­zogenen Inhalte des Internet-Portals.

 

Kampagne „Haus sanieren – profitieren“

 

 

 

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat in Zusammenarbeit mit dem Hand­werk und weiteren Akteuren die Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ aufgelegt. Im Münsterland wurde die Kampagne unter dem Dach der Initiative „Besser wohnen im Münsterland“ am 16.08.2007 gestartet. Ziel der Kampagne ist es, Handwerker zu schulen, damit sie gewerkeübergreifend Hinweise zum Energiesparen geben und einen – für die Hausbesitzer kostenlosen – Energiecheck durchführen. Der Kreis Borken ist über die Initiative „Besser wohnen im Münsterland“ mittelbar eingebunden.

 

Regionale Vermarktung

 

 

„Regionale Speisekarte“

„Genusstage NRW“

 

 

Durch die Projekte „Regionale Speisekarte“ und „Genusstage NRW“, an denen sich der Kreis Borken beteiligt, wird zum verstärkten Konsum regionaler Produkte an­geregt. Neben den ökonomischen Vorteilen für die hiesige Landwirtschaft und den hiesigen Handel leistet die Vermarktung regionaler Produkte einen wichtigen Beitrag zum Klima­schutz: aufwändige Verpackungen und lange Transportwege werden ver­mieden.

 

 

Abfallwirtschaft

 

Betrieb einer mechanisch-biologischen Abfall­behandlungs­anlage durch die EGW

Der Restmüll wird nicht CO2-intensiv verbrannt, sondern mechanisch-biologisch aufbe­reitet. Dabei werden Ersatzbrennstoffe bzw. Sekundärbrennstoffe zur Substitution von Primärenergieträgern gewonnen. Durch die mechanisch-biologische Behandlung wird zudem die Methangasbildung weitestgehend unterbunden.

Nutzung von regenerativen Energien an den Betriebsstandorten der EGW

An den Betriebsstandorten der EGW werden gezielt regenerative Energien genutzt:

·         Klärschlamm-Vergärungsanlage mit integriertem Blockheizkraftwerk mit einer Leis­tung von ca. 2,2 Mio. kWh/Jahr (CO2-Ersparnis ca. 1.540 t/Jahr).

·         Zwei Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von ca. 3,5 Mio. kWh/Jahr (CO2-Ersparnis ca. 2.450 t/Jahr)

·         Photovoltaikanlagen auf den Betriebsgebäuden mit einer Leistung von ca. 1,16 Mio. kWh/Jahr (CO2-Ersparnis ca. 857 t/Jahr).

·         Deponiegasverstromung an den Standorten der Altdeponien in Ahaus-Alstätte und Borken-Hoxfeld

Insgesamt produziert die EGW mehr Strom, als sie für den eigenen Bedarf benötigt, so dass der Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden kann.

Optimierte Logistik bei Transporten

LKW-Transporte werden so organisiert, dass Leerfahrten auf ein Minimum reduziert werden.

 


Vorschläge, durch welche weitere Maßnahmen des Kreises Treibhausgase reduziert werden können

 

 

Handlungsfeld umweltfreundliche Beschaffung

 

 

Weitere Optimierung der Dienstwagenflotte

 

 

Eine weitere Optimierung wäre dahingehend möglich, dass nur noch Dieselfahrzeuge mit Filter mit einem noch geringeren Verbrauch geleast werden.

 

Eine weitere Möglichkeit wäre, verstärkt Flüssiggasfahrzeuge oder Erdgasfahrzeuge an­zuschaffen. Diese Fahrzeuge können allerdings nicht kostengünstig geleast werden. Beim Erdgasfahrzeug ist zudem die geringe Reichweite und das damit verbundene häu­fige Betanken zu berücksichtigen.

 

 

Energiesparende Geräte

 

 

Bei Ausschreibungen von elektrischen Geräten den Stromverbrauch in der Leistungsbe­schreibung mit aufnehmen und als Entscheidungskriterium mit berücksichtigen (Bewer­tungsmatrix)

 

 

Technische Geräteausstattung der Kreisverwaltung /Verhalten der Mitarbeiter

 

Standby-Betrieb der elektrischen Geräte überprü­fen

 

Darauf hinwirken, dass Geräte über den Abend ausgeschaltet werden und nicht in der Standby-Funktion verbleiben.

 

 

Verkehr

 

Firmen-Abo-Angebot ausweiten

 

Die Möglichkeit von Firmen-Abos steht grundsätzlich jedem Unternehmen offen, wenn mindestens 30 Mitarbeiter das Angebot nutzen. Der Kreis Borken schreibt Firmen im Kreisgebiet an und informiert über die Möglichkeit des Firmen-Abos.

 

Radfahrkonzept

 

Der Kreis Borken ist eine Region mit einem hohen Radfahranteil und verfügt über eine gute Infrastruktur für Radfahrer. Unter Berücksichtigung der ökologischen und gesund­heitlichen Aspekte des Radfahrens wird ein Radfahrförderkonzept entwickelt. Ziel ist es, das Radfahr-„Klima“ im Kreis Borken weiter zu verbessern. Das Fahrrad soll noch mehr im Alltags- und Freizeitverkehr eingesetzt werden.

 

Erweiterte Fahrradmitnahmemöglichkeiten bei weiteren Buslinien

 

Die Verzahnung von ÖPNV und Radfahren wird weiter vorangetrieben. Die Schnellbus­linie S 70 wird mit Heckträgern ausgestattet, um auf der Strecke Vreden – Münster die Kapazitäten für Fahrradmitnahmen auszuweiten. Fahrradanhänger sollen am Wochen­ende auch auf den Regio-Buslinien 751 und 721 eingesetzt werden.

 

Optimierung der Fahrpläne auf den Regio-Bus­linien und anschließende Marketingkampagne

 

Die Fahrpläne für alle Regio-Buslinien sollen in der Woche optimiert werden, so dass in der Woche ein verlässliches stündliches Angebot zur Verfügung steht und am Wochen­ende ein 2-stündiges Fahrtenangebot. Mit der Marketingkampagne soll das Angebot publik gemacht und zusätzliche Kunden gewonnen werden.

 

Förderung der Energieeinsparung im baulichen Bereich

 

 

Newsletter zum energiesparenden Bauen

 

 

 

Im Rahmen des Projektes „AltbauNeu“ sollen Newsletter herausgegeben werden, in denen zum Einen allgemein über Möglichkeiten des Energiesparens,  zum Anderen über Aktionen im Kreis Borken informiert wird. Dieser Newsletter könnte breiter angelegt wer­den. So könnte er als Medium genutzt werden, um über Maßnahmen zum Klimaschutz im Kreis Borken zu informieren.

 

 

Optimierung Internetauftritt/

Informationsvermittlung/-bündelung durch den Fachbereich Bauen und Wohnen

 

Durch Darstellung der bestehenden Förderangebote des Bundes, des Landes, der KfW und der einzelnen Gemeinden/Stadtwerke sowie entsprechende Verlinkungen kann für mehr Transparenz gesorgt werden. In gleicher Weise kann im Internetauftritt des Kreises auf die vielfältigen Informationsangebote anderer Stellen hingewiesen und ent­spre­chende Verlinkungen zu den Fachforen geschaltet werden.

 

Einbindung weiterer Akteure in die Initiative „Besser wohnen im Münsterland“

 

 

Es soll versucht werden, insbesondere Stadtwerke sowie Architekten in die Initiative ein­zubinden.


 

 

Kreiseigene Gebäude

 

 

Vorgabe ENEV bei Neubauten

 

Bei Neubauten des Kreises –zum Beispiel Brüder-Grimm-Schule oder Hans-Christian-Andersen Schule in Ahaus– ist die Planungsvorgabe, dass die Gebäude so anzulegen sind, dass der Energiebedarf 20 % unter den Werten der ENEV liegt.

 

Erstellen eines Energieberichts

 

Die Energieverbräuche der kreiseigenen Gebäude werden künftig in einem über­schau­baren Energiebericht dargestellt (Beschluss im Ausschuss für Verkehr und Bauwesen vom 13.06.2007).

 

Abfallwirtschaft

 

Optimierung der Abluftbehandlungsanlage

Die EGW ist rechtlich verpflichtet, die in den Betriebsanlagen entstehende Abluft zu be­handeln. Für die Verbrennung der Abluft wird derzeit Propangas verwendet. Langfristig soll eine anderweitige Lösung gefunden werden.

 

Handlungsfeld Umweltbildung

 

Informationsveranstaltungen zum Gebäude­energieausweis

 

 

Für Gebäudeeigentümer können Informationsveranstaltungen durchgeführt werden, mit denen sie über den ab 01.07.2008 sukzessive zur Pflicht werdenden Gebäude­energie­ausweis informiert werden. Dabei soll versucht werden, die Interessenten grundsätzlich für das Thema „Energiesparendes Bauen“ zu sensibilisieren.

Schulungen zum Energiesparen

Die Mitarbeiter der Verwaltung (insbesondere Beschaffungsstellen, Hausmeister) können verstärkt zum Thema „Energiesparen“ geschult werden.

 

Veranstaltungen zum Thema „Klimaschutz“

 

 

Für Anfang nächsten Jahres ist von der Naturfördergesellschaft für den Kreis Borken e.V. eine öffentliche Veranstaltung zu den Ergebnissen der Studie „Klimawandel in Nord­rhein-Westfalen“ geplant. Die Organisation der Veranstaltung erfolgt durch den Kreis Borken, der die Geschäftsführung der Naturfördergesellschaft wahrnimmt.

 

 


Entscheidungsalternative(n):

Ja

 

Nein

Wenn ja, welche ?

Weiterreichende Maßnahmen zum Klimaschutz.



[1] http://www.bayern.de/lfu/luft/co2_rechner/index.html

Finanzielle Auswirkungen:

In Abhängigkeit der beschlossenen Maßnahmen.