Betreff
2. Controllingbericht 2008 für die Fachbereiche 50 - Soziales - und 53 - Gesundheit -
Vorlage
0192/2008
Art
Beschlussvorlage öffentlich

Der Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit nimmt die Ergebnisse des 2. Controllingberichtes für die Fachbereiche 50 und 53 zum 31.07.2008 zur Kenntnis.

Rechtsgrundlage:

§ 26 Abs. 2 und 3 der Kreisordnung i.V.m. dem Kreistagsbeschluss zur budgetorientierten Haushaltswirtschaft vom 02.12.1993 (KT 121/93)


Sachdarstellung:

 

Budget 01 - Soziales

 

 

I.    Bericht über die Umsetzung der mittelfristigen Ziele und Maßnahmen 2008

 

 

Ziel 1

Vermittlung von Langzeitarbeitslosen in Arbeit, wobei alle Möglichkeiten der Option offensiv genutzt werden·

Maßnahmen 2008

 

Nachfolgend ist der Umsetzungsstand der Maßnahmen dargestellt:

 

Maßnahme

Umsetzung

Anzahl der

Angebote

Laufzeit

TN bis zum Stichtag 30.06.

1.     Niederschwellige Basisangebote:

§  Beschäftigung, Betreuung, Qualifizierung

4

01.01.-31.12.2008

526

 

§  Bewerbungstraining

4

01.01.-31.12.2008

605

 

§  Beratungsangebote

4

01.01.-31.12.2008

573

 

§  Angebote für MigrantInnen

4

01.01.-31.12.2008

142

 

§  Basisqualifizierung

3

01.01.-31.12.2008

109

Die niederschwelligen Basisangebote werden flächendeckend im Kreis Borken an den Standorten Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau umgesetzt. Folgende Bildungsträger wurden mit der Umsetzung beauftragt: BBS Westmünsterland, EWIBO GmbH, DRK SAB gGmbH, CHANCE gGmbH, Kreishandwerkerschaft Borken.

 

 

 

 

 

2.     Fachspezifische Qualifizierung:

§  Umschulung

5

individuell

35

 

§  Berufsbezogene Fachqualifizierungen

25

236

 

§  Weitere bedarfsgerechte Beratungs- u. Qualifizierungsangebote

15

unterschiedlich

304

Bei den Umschulungen und berufsbezogenen Fachqualifizierungen handelt es sich um hochwertige Qualifizierungsangebote mit zertifizierten Abschlüssen im gewerblich-technischen, kaufmännischen oder sozialen Bereich, die überwiegend von der BBS Westmünsterland durchgeführt werden. Bei den sonstigen Angeboten ist die Zielrichtung die Vermittlung von Grundlagen und Kenntnissen in verschiedenen Berufsfeldern. Diese Angebote werden je nach Bedarfslage flächendeckend im Kreis Borken angeboten.

 

 

 

 

 

3.     Hilfen für Behinderte:

§  Berufliche Rehabilitation

 

individuell

54

 

§  Hilfen für Schwerbehinderte

1

unterschiedlich

104

 

§  Arbeitstraining für psychisch Kranke

2

01.01.-31.12.2008

70

Angebote der beruflichen Rehabilitation, insbesondere überbetriebliche Angebote in den Berufsförderungswerken, werden von der Agentur für Arbeit vorgehalten und im Bedarfsfall von Rehabilitanden aus dem Rechtskreis SGB II genutzt. Insofern erfolgt hinsichtlich der Anzahl der Angebote keine Angabe.

 

 

 

 

 

4.     Eingliederungs
aktivitäten vor Ort:

§  Lohnkostenzuschüsse an Arbeitgeber

§  Bewerbungs- und Fahrtkosten

§  Existenzgründung

§  Mehraufwand Zusatzjobs

 

werden in den Service-Punkten ARBEIT der 17 kreisangehörigen Kommunen umgesetzt!

 

 

 


Ziel 2

Schaffung von zukunftsorientierten Ausbildungsplätzen·

Maßnahmen 2008

 

Nachfolgend ist der Umsetzungsstand der Maßnahmen dargestellt:

 

Maßnahme

Umsetzung

Anzahl der

Angebote

Laufzeit

TN bis zum Stichtag 30.06.

1.     Beteiligung am Ausbildungskonsens:

§  Teilnahme an Ausbildungskonferenzen bei der IHK Münster

 

 

 

 

§  Organisation von Ausbildungsplatz-börsen für die zum 30.09. unversorgten Jugendlichen

 

 

 

Die erste Ausbildungskonferenz des Jahres 2008 hat am 15.05. stattgefunden. Die Ausbildungsplatzbörsen werden nach dem 30.09. eines Jahres organisiert, wenn feststeht, wieviele Jugendliche noch unversorgt sind.

 

 

 

 

 

2.     Intensive Förderung und Betreuung von ausbildungssuchenden Jugendlichen:

§  Aktivierung und Vorbereitung (noch) nicht ausbildungsfähiger Jugendlicher

3

bis Mitte des Jahres 2008

181

 

§  Unterstützung bei der Ausbildungs-platzsuche und während der Ausbildung

2

01.01.-31.12.2008

337

Bei den aktivierenden Maßnahmen handelt es sich um die Angebote Berufsintegrationsförderung und Basisintegrationsförderung der BBS Westmünsterland sowie um das Angebot „GINKGO“ des DRK Jugendhofes. Die Angebote enden Mitte des Jahres 2008. Bedarfsgerechte Nachfolgemaßnahmen sind inzwischen geplant. Diese Maßnahmen werden zum 01.08. bzw. 01.09. beginnen.

 

 

 

 

 

3.     Beteiligung an Bundes- und Landesprojekten für Jugendliche:

§  Sonderprogramm Ausbildung

2

individuell

16

 

§  „3. Weg in die Berufsausbildung“

2

 

9

Es handelt sich hier um Angebote der außerbetrieblichen Ausbildung.

 

 

 

 

 

4.     Stärkere Einbindung des Service-Punkt ARBEIT in das Themenfeld „Übergang Schule-Beruf“:

verantwortlich: FB 51

 

 

 

 

 

 


Ziel 3

Stärkung positiver Lebensbedingungen und Versorgungsstrukturen für ältere Menschen

Maßnahmen 2008

 

1.   Projekt „Leben im Alter neu denken – Kreis Borken bewegt“

Die Überleitung der Aufgaben aus dem Projekt „Leben im Alter neu denken – Kreis Borken bewegt“ in eine Daueraufgabe des Fachbereichs Soziales ab dem 01.07.2008 ist abgeschlossen. Der Ausschuss für Arbeit, Soziales und Gesundheit folgte in seiner Sitzung am 03.06.2008 der Empfehlung der Lenkungsgruppe, alle bisher geförderten 20 Angebote für die Zeit vom 01.07.2008 bis zum 31.12.2010 finanziell zu fördern. Mit jedem Anbieter wurden Zielerreichungen, Angebotscontrolling und Finanzierungsmodalitäten in einer Wirkungsvereinbarung geregelt. Zur künftigen Unterstützung der Verwaltung bei der wirkungsorientierten Steuerung und Finanzierung von freiwilligen Leistungen der Altenhilfe hatte die Kreispflegekonferenz bereits in ihrer Sitzung am 09.04.2008 eine Arbeitsgruppe eingerichtet. Der Arbeitsgruppe wird erstmalig im Herbst/ Winter 2008 über die Ergebnisse des Angebotscontrollings berichtet.

 

2.   Förderung von ambulant betreuten Wohngemeinschaften

Der Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales hat in seiner Sitzung am 03.06.2008 beschlossen, die bisher praktizierte Förderung von Bewohnern in ambulant betreuten Wohngemeinschaft einzustellen. Bewohner von ambulant betreuten Wohngemeinschaften erhalten bei Erfüllung der Voraussetzung nach dem SGB XII durch den Fachbereich 50 die Unterstützung, wie sie andere Antragsteller, die in einem „normalen“ häuslichen Umfeld leben, auch erhalten. Die Übernahme von Betreuungspauschalen wie bisher erfolgt nicht mehr. Einzelheiten sind der Sitzungsvorlage 47/2008 bzw. der Niederschrift zur Sitzung zu entnehmen.

 

3.   Förderung des Mehrgenerationenwohnens

 

Die Fachveranstaltung ist für die 2. Jahreshälfte 2008 vorgesehen.

 

4.   Entwicklung und Umsetzung einer Pflegeberatungskonzeption

Zum 01.07.2008 ist die Reform der Pflegeversicherung (SGB XI) in Kraft getreten. Die Reform sieht u.a. die Eirnrichtung von Pflegestützpunkten und einen Anspruch auf Pflegeberatung vor. Die Pflicht zur Errichtung der Pflegestützpunkte liegt bei den Pflegekassen, gleiches gilt für die Pflegeberatung.

Die SGB XI-Neuregelung regelt auch, dass die Bundesländer entscheiden, ob und wie Pflegestützpunkte in den Ländern errichtet werden. Nachdem NRW bislang signalisiert hatte, Pflegestützpunkte nicht unterstützen zu wollen, gibt es nunmehr im MAGS Überlegungen, Standards/Rahmenregelungen für Pflegestützpunkte in NRW setzen zu wollen. Das MAGS befindet sich noch in einem Meinungsbildungsprozess.

Die Pflegekassen haben gleichfalls noch keinen abgestimmten Standpunkt, wie man sich von dort die Einrichtung von Pflegestützpunkten und die Umsetzung des Beratungsanspruchs vorstellt.

Bevor weder seitens des Landes NW noch seitens der Pflegekassen Klarheit herrscht, ob und wie ggf. Pflegestützpunkte errichtet werden bzw. wie der Pflegeberatungsanspruch umzusetzen sein könnte, ist es nicht angezeigt, die bestehende Pflegeberatungskonzeption aus dem Jahre 1998 anzupassen. Mit einer weiteren Klarstellung der gesetzlichen Rahmenbedingungen dürfte in der 2. Jahreshälfte 2008 zu rechnen sein.

 

5.   Prüfung der Heimnotwendigkeit und Stärkung der Pflegeberatung

Bis zum 10.07.2008 hat der Fachbereich 50 46 Untersuchungsaufträge mit der Fragestellung an den Fachbereich 53 erteilt, ob bei Personen mit ungeklärter Pflegestufe oder Pflegestufe 0 tatsächlich dauerhafte Heimpflegebedürftigkeit besteht oder ob z.B. durch die Installation ambulanter Hilfsangebote ein Verbleiben in der eigenen Wohnung sichergestellt werden kann. Zusätzlich wurden 18 Aufträge zur Prüfung erteilt, ob eine Kurzzeitpflegemaßnahme beim genannten Personenkreis erforderlich sei.

24 Personen (von 46 Aufträgen) sind nach der Begutachtung tatsächlich dauerhaft in ein Pflegeheim eingezogen (soweit dies für den FB 50 nachvollziehbar ist), weil im Anschluss an die Heimaufnahme die Zahlung von Pflegewohngeld bzw. von Sozialhilfe beantragt wurde).

17 mal (von 18 Aufträgen) wurde die Kurzzeitpflege als erforderlich eingestuft.

 

 

 

Ziel 4

Förderung des bürgerschaftlichen Engagements·

Maßnahmen 2008

1.   Werbung und Förderung von ehrenamtlichen Betreuern

Der prozentuale Anteil der ehrenamtlichen Betreuer ist rückläufig. Um den Anteil der ehrenamtlichen Betreuer zu erhöhen, sollen "Aktions-Gruppen vor Ort" in den Städten und Gemeinden eingerichtet werden. Die Mitglieder der "Aktions-Gruppen vor Ort" unterstützen die Betreuungsvereine und Betreuungsbehörde bei der gezielten Suche nach ehrenamtlichen Betreuern. Die Mitglieder dieser Aktions-Gruppen vor Ort sollen sich aus engagierten Bürgern der Gemeinden/Städte zusammensetzen, die gute Kontakte zu allen Institutionen und Einrichtungen der Gemeinde/Stadt haben.

Ein Konzept ist zur Zeit in der Diskussion.

 

 

2.   Förderung der Anerkennung des Ehrenamtes

Mit der Umsetzung der Maßnahme ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) beauftragt. Das DRK soll auftragsgemäß

 

-     Öffentlichkeitsarbeit und Beratung wahrnehmen

-     den Aufbau einer organisationsbezogenen Anerkennungskultur unterstützen

-     eine Machbarkeits- und Nutzenanalyse für eine „Freiwilligencard“ fertigen und

-     eine überregionale Anbindung sicherstellen.

 

Auftragsgemäß hat das DRK bisher entsprechende Aktivitäten entfaltet, z.B. Presseinfos herausgegeben, Kontakte mit diversen Beteiligten wahrgenommen. Im Zusammenhang mit der Freiwilligencard ist mittlerweile geklärt, dass die Stadt Borken Modellstadt wird.

 

3.   Förderung der aktiven Medienbildung

Mit der Umsetzung der Maßnahme ist das DRK beauftragt. Die Federführung liegt beim Fachbereich 40. Ziel ist die Ausbildung zu sog. „Medientrainern“. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat Rhede wird die Medienarbeit mit Senioren gefördert. Für die Zielgruppe Kindergartenkinder und ihre Eltern wird derzeit noch ein „Projekt-Kindergarten“ gesucht.

 


Ziel 5

Optimierung der Beratungs- und Betreuungsangebote·

Maßnahmen 2008

 

1.     Ausweitung der Beratungssangebote des Allgemeinen Sozialen Dienstes

Die Träger der Beratungsangebote sind aufgefordert, einen umfassenden Bericht zu den Inhalten der vorgehaltenen Angebote und deren flächendeckender Umsetzung bis zum Ende des Jahres 2008 vorzulegen (vgl. Beschluss des Ausschusses für Arbeit, Gesundheit und Soziales vom 17.12.2007).

 

2.     Übernahme der Aufgaben nach dem Schwerbehindertenrecht

Der Kreis Borken hat infolge der Auflösung der bisherigen Versorgungsämter in NRW u.a. die Zuständigkeit für das Feststellungsverfahren nach dem Schwerbehindertenrecht übernommen.

Der Umsetzung des Zieles des Landes NRW, durch die Neuorganisation die Wege der Behinderten zu verkürzen und das Feststellungsverfahren insgesamt zu optimieren, ist der Kreis Borken bereits ein gutes Stück näher gekommen.

Die durch den landesweiten Produktionsstopp bei den Versorgungsämtern im Dezember 2007 und den Zuständigkeitswechsel entstandenen Arbeitsrückstände konnten im 2. Quartal 2008 von den 12 MitarbeiterInnen der neuen Fachabteilung 50.42 vollständig aufgearbeitet werden.

 

 

Fachübergreifendes Ziel

Gestaltung der Folgen des demographischen Wandels

Maßnahmen 2008

 

In dem ersten Erfahrungsaustausch der Demographieverantwortlichen der Städte und Gemeinden am 14.03.2008 war das Anliegen formuliert worden, gemeinsam Themen von regionaler Bedeutung anzugehen. Als erstes Thema war „Der familienfreundliche Kreis Borken“ vorgeschlagen worden. Da dieses Anliegen über die Idee eines Erfahrungsaustausches weit hinausgeht, beschäftigte sich die Bürgermeisterkonferenz in ihrer Sitzung am 19.05.2008 mit dem Vorschlag. Die Bürgermeisterkonferenz beschloss, dass die Städte und Gemeinden sowie der Kreis Borken das Thema „Der familienfreundliche Kreis Borken“ gemeinsam bearbeiten werden. Eine Arbeitsgruppe soll einen Vorschlag zur Umsetzung erarbeiten und der Bürgermeisterkonferenz im Sommer 2009 vorlegen. Die Aufgaben einer Geschäftsstelle für diese Arbeitsgruppe wurde der Geschäftsführung des Prozesses „Brennpunkt Demographie“ des Kreises Borken übertragen. Die Arbeitsgruppe nimmt ihre Arbeit am 18.09.2008 auf.

Zur kreisweiten Umsetzung des Strategiepapiers „Brennpunkt Demogrpahie“ sah die Bürgermeisterkonferenz in ihrer Sitzung am 11.10.2007 vor allem in dem Handlungsfeld „Kinder-, Jugend- und Familienpolitik weiterentwickeln“ einen Informations- bzw. Abstimmungsbedarf mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Auf der Tagung der Jugendamtsleitungen am 30.05.2008 bestätigten die Stadtjugendämter Ahaus, Bocholt, Borken und Gronau die Notwendigkeit der Maßnahmen 2008, die das Kreisjugendamt allein oder in Kooperation mit dem Netzwerk Westmünsterland e.V. zur Umsetzung des Strategiepapiers durchführt bzw. vorbereitet. Für die kreisweite Realisierung von denjenigen Maßnahmen mit Demographiebezug, die über das bereits bestehende kreisweite Spektrum hinausgehen, sagten die Jugendämter ihre Unterstützung zu. Gleichzeitig sprachen sie sich dafür aus, zu diesem Themenbereich in einen kontinuierlichen Informations- und Erfahrungsaustausch zu treten.

Für das Fachforum „Brennpunkt Demographie“ am 27.08.2008, auf dem die bisherigen Ergebnisse in vier Foren diskutiert sowie ein Meinungsbild für künftige Schwerpunktthemen entwickelt werden sollen, ist das Programm mit allen Referenten und Referentinnen abgestimmt und der Einladungsflyer verschickt.


II.         Wesentliche Veränderungen bei den Kennzahlen

Kennzahl Ziffer

Kennzahl Bezeichnung

Planung

vorauss. Veränderung bis Jahresende

Erläuterung

01.01.01.22

Anzahl der Empfänger/innen laufender Leistungen im Rahmen der Wohnungslosenhilfe

110

-15%

Die Inanspruchnahme ist von der Hilfesuche aus dem potentiellen Personenkreis abhängig. Im bisherigen Jahresverlauf liegt die Zahl der Emfänger/innen bei einem Mittelwert von 89.

 

 

III.  Wesentliche Veränderungen bei den Buchungsstellen

 

Buchungsstelle
Ziffer

Buchungsstelle
Bezeichnung

Planung

vorauss. Veränderung
bis Jahresende

Erläuterung

 

 

 

beim Aufwand

beim Ertrag

 

05.01.11.533200

laufende Leistungen zum Lebensunterhalt in Einrichtungen

1.400.000

-150.000

 

Die Zahl der Empfänger/innen liegt unterhalb der Planung (siehe oben).

05.01.12.44800

Beteiligung des Bundes an den Grundsicherungsleistungen

665.000

 

+1.000.000

Die Neuregelung der Beteiligung tritt erst zum 01.01.2009 in Kraft und ist darüber hinaus im Vermittlungsverfahren gemäßigter aus-gefallen als im Gesetzentwurf vorgesehen. Die Beteiligung nach der bisherigen Rechtslage führt in diesem Jahr zu dem Mehrertrag.

05.01.13.531830

Modellprojekt Wohngemeinschaft Demenz

200.000

-100.000

 

Die Förderung ist zum 30.06.2008 eingestellt worden.

05.01.21.533107

Ambulante Frühbetreuung für behinderte Kinder

1.200.000

-200.000

 

Die Förderhöchstgrenzen wurden nicht in Anspruch genommen. Darüber hinaus hat die Abrechnung des Vorjahres zu Erstattungen geführt.

05.01.21.533105

Hilfe zu einer angemessenen Schulbildung

65.000

+130.000

 

Die Förderung wird ab dem Schuljahr 2008/2009 auf eine pauschale Finanzierung von Integrationshelfern umgestellt

 

insgesamt

 

-320.000

+1.000.000

 

In dem vom Versorgungsamt übernommenen Aufgabenbereich „Feststellung der Schwerbehinderteneigenschaft“ wird von einer vollständigen Erstattung der Beweiserhebungs- und Verwaltungskosten durch das Land ausgegangen. Für Beweiserhebungskosten wurden dem Kreis Borken inkl. einer nachträglichen Erhöhung 566.000 EUR zugewiesen.

Die Gesamtverbesserung des Budgets 2008 beträgt voraussichtlich 1.320.000 EUR



Budget 04 – Gesundheit

 

I.          Bericht über die Umsetzung der Mittelfristigen Ziele und Maßnahmen 2008

 

Ziel 1

Sensibilisierung der Bevölkerung zum Problemfeld des missbräuchlichen Alkoholkonsums

Maßnahmen 2008

 

Weiterführung der Alkoholpräventionskampagne „Vollrausch ...ohne mich!“

·         Bereitstellung und Erweiterung von Kampagnenmaterial (weitere Verteilung von rund 8.000 Aufklebern, 6.000 Ansteckbuttons, 5.000 Jugendschutzkarten, 400 Jugendschutzplakaten, 2.000 Checklisten für Veranstalter, 1.500 Notizblöcken, 500 Kugelschreibern, Verleihung von Logobannern für Großveranstaltungen);

  • Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Sucht- und Gewaltprävention im Aufgabenbereich der Stelle „Psychiatriekoordination/Suchthilfeplanung“;
  • Optimierung des Internetauftritts der Kampagne im Zusammenwirken mit dem Fachdienst 15
  • Vorstellung des dreiteiligen Suchtberichts und der Alkoholpräventionskampagne in verschiedenen Fachausschüssen der Städte und Gemeinden, in Schulleiterdienstbesprechungen bei Elternabenden und in Fachgremien, wie in den Kreuzbundgruppen im Kreis Borken, im Stadtjugendring Gronau und bei einzelnen städtischen Jugendwerken;
  • Erstellung eines ausführlichen Überblicks über sämtliche öffentliche Veranstaltungen und tradierte Festlichkeiten (insbesondere Schützenfestkultur) zwecks unmittelbarer Übermittlung von Kampagnenmaterial und -inhalten an Verantwortungsträger im Zusammenwirken mit den Städten und Gemeinden
  • Entwicklung neuer präventiver Inhalte und Materialien für eine neue Phase der Kampagne ab Oktober 2008 durch

-          Austausch mit Akteuren vergleichbarer Projekte (Köln, Münster);

-          Anbindung einer Werbeagentur zwecks Entwicklung neuer Materialien;

-          Organisation eines Kreativwettbewerbs;

-          Prüfung von Hilfen für Kinder aus suchtbelasteten Familien und Kinder und Jugendliche nach stationärer Entgiftung (Pilotprojekt: St. Agnes Hospital, Bocholt);

-          Mitwirkung bei der Durchführungsplanung der Ausstellung „Sucht hat immer einer Geschichte“ vom 09.-21.11.2008 am St. Josef Gymnasium in Bocholt.

 

 

Ziel 2

Intensivierung des Berichtswesens zur Erkennung von Problemfeldern und Ableitung von Handlungsempfehlungen·

Maßnahmen 2008

 

Gesundheitsberichterstattung zum Impfstatus Masern, Mumps, Röteln

Im Rahmen der Landesimpfkampagne wurde an 55 Schulen der Sekundarstufe I insgesamt 25.150 Schülern eine Impfpasskontrolle angeboten.

Vom 07.04. – 23.06.08 wurden 13.286 Ausweise kontrolliert und 974 Schüler direkt in der Schule gegen Masern, Mumps und Röteln durch Mitarbeiterinnen des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes geimpft.

Erste Auswertungen der Landesimpfkampagne auf regionaler Ebene liegen bereits vor.

Der Durchimpfungsgrad bei MMR (Masern, Mumps, Röteln) liegt mit 85,7% weit unter den empfohlenen 95,0% um einen Seuchenausbruch zu vermeiden.

Bei 51,8% der vorgelegten Impfausweise wurde ein mangelhafter Impfschutz dokumentiert.

Ein Abschlussbericht mit detaillierten Aussagen zum Durchimpfungsgrad der 10-16jährigen wird zur Zeit erstellt und im September 2008 vorliegen.


Ziel 3

Depressive Erkrankungen – verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln

 

Maßnahmen 2008

 

1.   Vorbereitung des Tages der seelischen Gesundheit am 15.11.2008 in Ahaus

Die Vorbereitungen zum Tag der seelischen Gesundheit am 15.11.2008 im Dorothee-Sölle-Gemeindehaus (Ev. Gemeindezentrum) in Ahaus laufen derzeit.

Der Oberarzt und Psychotherapeut Dr. med. Theiling der Westfälischen Klinik für Psychiatrie, Lengerich wird zum Thema „Körper und Seele bewegen – aktiv statt depressiv“ referieren. Darüber hinaus werden Workshops angeboten, in denen die Besucher und Besucherinnen aktiv unterschiedlichste Entspannungsmöglichkeiten erproben können.

 

2.   Fortsetzung der laufenden Multiplikatorenschulungen

Für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Institutionen des Gemeindepsychiatrischen Verbundes wurde am 19.06.2008 eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Depression und Persönlichkeitsstörung“ im Kreishaus angeboten. 90 Fachkollegen diskutierten die Ergebnisse eines informativen Referates des Teams der Universitätsklinik Münster unter Leitung von Herrn Dr. Zwanzger.

 

3.   Öffentlichkeitsarbeit

Weitere Vorbereitung der Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte unter dem Thema „Wenn die schwarze Dame dich besucht...- Depressionen verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln“. Durch eine verstärkte Aufklärungsarbeit soll die Zahl der Neuerkrankungen bei Jugendlichen gesenkt werden. Nach Rücksprache mit der zuständigen Schulrätin wurde die Ausschreibung der Veranstaltung über die Institution „Kompetenzteams-NRW“ als Newsletter an die Schulen verschickt. Erste Anmeldungen sind bereits eingegangen.

Vorbereitung einer Fortbildungsveranstaltung für die Institutionen des Gemeindepsychiatrischen Verbundes unter dem Thema „Psychosomatische Erkrankungen/somatoforme Störungen und Depressionen“. Voraussichtliche Durchführung: Donnerstag, 04.12.2008 um 14.30 Uhr im Kreishaus.

 

4.   Verbesserung von Qualitätsstandards

Die seit Dezember 2007 vakante Stelle des Facharztes für Psychiatrie im Fachbereich Gesundheit (53.4 Sozialpsychiatrischer Dienst/Suchtberatung) wird zum 01.10.2008 durch einen Oberarzt aus dem psychiatrisch-stationären Bereich besetzt.

 

 

 

Ziel 4

Intensivierung der Koordinationsaufgaben und Netzwerkarbeit im Bereich der psychiatrischen- und Suchtkrankenversorgung·

Maßnahmen 2008

1.   Sozialpsychiatrie

Weiterentwicklung des Gemeindepsychiatrischen Verbundes (GPV) unter Berücksichtigung der Impulse aus der Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde (BAG GPV). Derzeit wird die Hospitation einer zweitägigen Besuchskommission aus dem Vorstand der BAG GPV am 17. und 18. Dezember 2008 inhaltlich und organisatorisch vorbereitet. Die Anbindung von SGB V-Leistungsträgern an die Hilfekonferenzen des GPV wird weiter forciert. Die Öffentlichkeitsarbeit für den Gemeindepsychiatrischen Verbund wurde intensiviert durch den Aufbau einer Internetseite mit leicht zugänglichem Informationsmaterial (www.kreis-borken.de/psychiatrie).


Die Anbindung von Psychiatrieerfahrenen und Betroffenen in die Netzwerke Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft und Gemeindepsychiatrischer Verbund wurde sichergestellt durch die Aufnahme der Selbsthilfegruppe Aktiv90 e.V. aus Gronau.

 

Vorbereitung und Entwicklung einer Nutzerbefragungen in den Kontakt- und Beratungsstellen im Kreisgebiet (Durchführungszeitraum: 11.08.-29.09.2008).

 

Vorbereitung des 30-jährigen Jubiliäums der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft im Kreis Borken – PSAG am 24.10.2008.

 

2.   Suchthilfe

Umsetzung der Maßnahmen aus den Empfehlungen der Weiterentwicklung der Suchthilfe im Kreis Borken

(Suchtbericht III: "Daten zur Versorgungslage der Suchtkrankenhilfe im Kreis Borken") – vgl. Ziel 1

 

 

 

 

Ziel 5

Sicherstellung der Krankheitsvorsorge durch deutsch-niederländische Kooperationen

Maßnahmen 2008

1.   Euregionales Servicezentrum für Gesundheit

Der Fachbereich Gesundheit arbeitet seit Jahren im Euregionalen Servicezentrum für Gesundheit (ESG) mit.

Im Mitte 2008 auslaufenden Projekt „Cross Border Patient Mobility“ ging es darum, die grenzüberschreitende Versorgung von Patienten zu vereinfachen und von bürokratischen Hindernissen zu befreien.

Vier Unterarbeitsgruppen, sogenannte Taskforces arbeiteten an wichtigen Teilzielen.

Taskforce 1 setzte sich aus Patientenvertretungen der niederländischen und deutschen Seite zusammen und erarbeitete ein Grundlagenpapier mit den zentralen Anforderungen von Patienten an die grenzüberschreitende Versorgung. In Befragungen von Patienten und Ärzten beiderseits der Grenze wurden je eine Top-3-Liste der von Niederländern gewünschten Behandlungen auf deutscher Seite und der von Deutschen gewünschten Behandlungen auf niederländischer Seite erstellt. Auf Platz 1 der niederländischen Top-3-Liste steht der Wunsch nach integrierter orthopädischer Behandlung (z.B. Schulter-, Hüft- und Knieoperationen einschließlich rehabilitativer Nachsorge), auf Platz 1 der deutschen Liste steht die wohnortnahe Rehabilitation.

Taskforce 2 bestand aus Vertretern der Krankenkassen sowie der Gesundheitsdienstleister (Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte, Apotheker). Hier wurden Vereinbarungen getroffen, mit denen bürokratische Hindernisse abgebaut und grenzüberschreitende Patientenmobilität vereinfacht werden sollen. Erste konkrete Verhandlungen zwischen Krankenversicherern und Gesundheitsdienstleistern wurden bereits geführt.

Taskforce 3 hatte die Aufgabe, den elektronischen Datenverkehr zwischen unterschiedlichen nationalen eHealth-Systemen sicherzustellen. Dazu wurden die technischen Voraussetzungen definiert, die erforderlich sind, wenn Patientendaten sicher und international verständlich über die Grenze geschickt werden sollen.

Taskforce 4 hatte die Aufgabe, die Arbeitsergebnisse nach innen (in den teilnehmenden Organisationen) und nach außen (für Patienten bzw. Öffentlichkeit) publizieren. Seit Ende 2007 bis


Mitte 2008 wurde deshalb eine Informationskampagne in Printmedien, Radio und Fernsehen auf beiden Seiten der Grenze durchgeführt.

Das Projekt „Cross Boarder Patient Mobility“ wurde mit 500.000 EUR EU-Fördergeldern ausgestattet. Es  wurde am 28.06.2008 erfolgreich abgeschlossen. Auf der Grundlage der o.g. Top-3-Listen  ist geplant, weitere Projekte zum Thema „grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung“ (z.B. zur innovativen Rehabilitationsbehandlung über die Grenze) anzuschließen.

 

2.   MRSA-Netzwerk Twente Münster

Das Euregioprojekt MRSA-Netzwerk Twente Münster (MRSA=Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) wurde zum 30.06. dieses Jahres abgeschlossen.

Am 27.06. erfolgte die Verleihung des MRSA-Qualitätssiegels an 8 der 9 Krankenhäuser im Kreis Borken. Mit dem verbleibenden Krankenhaus wurden intensive Gespräche geführt mit dem Ziel, dass auch hier sämtliche Maßnahmen ergriffen werden, die ein Ausbreiten des multiresistenten Keimes verhindern. Die aktive Aufklärungsarbeit mit dem Schwerpunkt der Zielgruppe der niedergelassenen Ärzte wird trotz des Auslaufens des Projektes in 2008 fortgesetzt und ausgebaut zwecks langfristiger Senkung der MRSA-Rate im Bereich der Euregio. Voraussichtlich wird ein sogenanntes Euregio-Major-Projekt mit dem Ziel der Bekämpfung sämtlicher multiresistenter Erreger in der Euregio installiert. Der Kreis Borken wird sich aktiv mit in diese Arbeit einbringen.

 

 

 

II.   Wesentliche Veränderungen bei den Kennzahlen

 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind im Budget 04 keine wesentlichen Veränderungen erkennbar.

 

 

 

III.  Wesentliche Veränderungen bei den Buchungsstellen

 

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind im Budget 04 keine wesentlichen Veränderungen erkennbar.