Betreff
Bericht zur Entwicklung der Kompetenzzentren sonderpädagogischer Förderung (KsF)
Vorlage
0187/2010
Art
Beschlussvorlage öffentlich

Der Ausschuss für Bildung und Schule nimmt den Bericht zur Kenntnis.

Rechtsgrundlage:

 

§ 20 Schulgesetz NW sowie Erlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NW vom 12.06.2009


Sachdarstellung:

 

In der Sitzung des Ausschusses für Bildung und Schule am 10. Juni 2010 ist das Pilotprojekt „Kompetenzzentren sonderpädagogischer Förderung im Kreis Borken“, an dem auch die Hans-Christian-Andersen-Schule – Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung - und die Brüder-Grimm-Schule – Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprache – beteiligt sind, thematisiert worden. Auf Anfrage hatte unmittelbar zuvor das Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen schriftlich mitgeteilt, dass beabsichtigt sei, den Kreis Borken zum 01.08.2010 in die Pilotphase für den Ausbau von Förderschulen zu Kompetenzzentren einsteigen zu lassen. Demgemäß sind die Vorbereitungen zum Einstieg in die „Kompetenzregion Kreis Borken“ in den jeweiligen Kompetenzzentren intensiv weitergeführt worden, um zum Schuljahresbeginn in die Pilotphase zu starten.

 

Die Kompetenzzentren, die zunächst auf Lern- und Entwicklungsstörungen (§ 5 AO-SF) konzentriert sind, haben ein definiertes Einzugsgebiet (=Schulbezirk) und bilden ein Netzwerk mit den allgemeinen Schulen des Einzugsgebietes. Ihre Aufgaben sind die Verbesserung der diagnostischen Verfahren z. B. bei der Einschulung, die Beratung und Prävention bei der Arbeit der allgemeinbildenden Schulen, damit aus besonderem Förderbedarf möglichst kein sonderpädagogischer Förderbedarf wird und berücksichtigen den Elternwunsch nach wohnortnaher bzw. integrativer Beschulung.

 

Die Kompetenzzentren sind darüber hinaus verantwortlich für die Koordination des Einsatzes der Sonderpädagogen in ihrem Einzugsgebiet und nutzen dafür die Loskoppelung der zugewiesenen Stellen der Sonderpädagogen von der Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Verstärkt werden damit Sonderpädagogen auch in den allgemeinbildenden Schulen tätig.

 

Erste Hinweise auf die zu erwartenden Veränderungen ergeben sich aus den Vergleich der Zahlen der bis zu den Sommerferien eröffneten AO-SF Verfahren in 2010 mit der Gesamtzahl in 2009 von knapp 500 neuen Verfahren.

 

 

2010

Förderbedarf

AO-SF Verfahren

Lernen

92 (21)*

Emotionale u. soziale Entwicklung

58 (5)*

Sprache

30 (28)*

Gesamt

180 (54)*

 

*(  ) Darunter Schulanfänger


In den nächsten Monaten werden die Regelschulen gemeinsam mit den Kompetenzzentren prüfen, welcher Förderbedarf im Einzelfall gegeben ist und wie dieser Bedarf abgedeckt werden kann. Dabei werden die Schulen/Kompetenzzentren durch die Schulaufsicht unterstützt. Weitergehende Erkenntnisse werden zum Ende des 1. Schulhalbjahres 2010/2011 erwartet und können dann Grundlage erneuter Berichterstattung im Ausschuss sein.

 

 

Entscheidungsalternative(n):

Ja

 

Nein

Wenn ja, welche ?

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Der Aufwand von       Euro ist im laufenden Budget finanziert:

Ja

 

Nein

Es entstehen Folgewirkungen, die eine Veränderung des Budgets in Folgejahren verursachen:

Ja

 

Nein

Wenn ja, wofür ? – Voraussichtlich in welcher Höhe ?

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Auswirkungen:

Der Aufwand von       Euro ist im laufenden Budget finanziert:

Ja

 

Nein

Es entstehen Folgewirkungen, die eine Veränderung des Budgets in Folgejahren verursachen:

Ja

 

Nein

Wenn ja, wofür ? – Voraussichtlich in welcher Höhe ?