Betreff
Stand der Umsetzung der kommunalen Koordinierung des Übergangssystems Schule-Beruf
Vorlage
0031/2012
Art
Beschlussvorlage öffentlich


Rechtsgrundlage:

 


Sachdarstellung:

Im Ausschuss für Schule und Bildung am 24.11.2011, im Kreisausschuss am 01.12.2011 und im Kreistag am 08.12.2011 hat die Verwaltung über die Einführung und Inhalte eines neuen Übergangssystems Schule-Beruf in Referenzkommunen in NRW berichtet. Der Kreis Borken war vom Land als Referenzkommune ausgewählt und angefragt worden. Die Kreisverwaltung wurde beauftragt, eine Vereinbarung zum kreisweiten systematischen Übergang von der Schule in den Beruf mit dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW (MAIS) abzuschließen und die damit verbundene Aufgabe der kommunalen Koordinierung des Übergangssystems als Referenzkommune zu übernehmen (s. SV vom 24.11.2011, Punkt 6).

Daraufhin hat die Kreisverwaltung dem Land gegenüber die Bereitschaft zur Übernahme der kommunalen Koordinierung als Referenzkommune angezeigt.

Die Landesförderung „Kommunale Koordinierung“ erfolgt im Rahmen der geänderten ESF-Förderrichtlinie. Die  Antragstellung für eine zeitgerechte Bearbeitung und Bewilligung musste noch in 2011 erfolgen. Eine Förderung von bis zu 4 Personalstellen aus ESF-Mittel war möglich.

Am 20.12.2011 reichte die Kreisverwaltung fristgerecht den Antrag auf Zuwendung bei der zuständigen Bezirksregierung Münster ein. Dabei wurden zunächst 2 Stellen zur Förderung angemeldet, die Abrechnung erfolgt im Nachhinein. Am 23.12.2011 wurde die Zuwendung zu den beantragten Ausgabepositionen in Höhe von 50% für den Zeitraum vom 01.01.2012 bis 31.12.2013 bewilligt (67.000 €, s. Änderungsliste HH 2012). Die Aufgabe der kommunalen Koordinierung wird durch die vorhandenden Ressourcen im Bildungsbüro wahrgenommen.

Im Dezember 2011 wurde ebenfalls die Absichtserklärung bzgl. der Umsetzung des Landesvorhabens „Neues Übergangssystem Schule-Beruf“ zur kommunalen Koordinierung vom Landrat des Kreises Borken und dem Ministerium Arbeit, Integration und Soziales NRW unterzeichnet.

Für den 08.02.2012 hat die G.I.B. (Gesellschaft für innovative Beschäftigung) im Auftrag des Ministeriums Arbeit, Integration und Arbeit NRW zu einer Informationsveranstaltung für die sieben Referenzkommunen eingeladen. Dort sollen grundlegende Informationen und begleitende Unterstützungsleitungen seitens des Landes vorgestellt und konkretisiert werden.

Eingebunden in den Prozess auf Kreisebene sind die Agentur für Arbeit, die IHK Nord Westfalen, die Kreishandwerkerschaft Borken, die Bezirksregierung Münster und das Schulamt für den Kreis Borken. Diese Akteurinnen und Akteure bilden gemeinsam mit der Kreisverwaltung die „Steuerungsgruppe“, die sich als regionales Gremium versteht, welches über einen nachhaltigen und systematischen Übergang Schule-Beruf entsprechend dem Umsetzungsbeschlusses des Ausbildungskonsenses NRW vom 18.11.2011 für den Kreis Borken berät und mit entscheidet. Die Steuerungsgruppe unterstützt die Kreisverwaltung bei der Umsetzung der kommunalen Koordinierung und trägt so zur kontinuierlichen Weiterentwicklung des Bereichs bei.

 

In seiner Sitzung am 20.01.2012 hat die Steuerungsgruppe vereinbart, im Februar 2012 zunächst für alle weiterführenden Schulen im Kreis Borken eine Informationsveranstaltung durchzuführen, auf der die aktuellen Aktivitäten und Anforderungen im Bereich der Berufs- und Studienorientierung im Rahmen der kommunalen Koordinierung Schule-Beruf bekannt gemacht werden sollen. 

 

 

 


Anlagen:

Absichtserklärung über die Umsetzung des Landesvorhabens „Neues Übergangssystem Schule-Beruf“ zur kommunalen Koordinierung