Betreff
2. Controllingbericht
Vorlage
0275/2012
Art
Beschlussvorlage

Der Jugendhilfeausschuss nimmt die Ergebnisse des 2. Controllingberichts 2012 zum Stichtag 30.09.2012 zur Kenntnis.  

Rechtsgrundlage:

§ 26 Abs. 2 und 3 Kreisordnung NRW (KrO NRW)

 

Sachdarstellung:

Zum 30.09.2012 wurde der zweite Controllingbericht des Jahres 2012 erstellt.

 

Während im ersten Controllingbericht für das Budget 02 noch ein Defizit in Höhe von 1.950 T-EUR erwartet wurde, zeichnet sich zum Ende des dritten Quartals auf Jahressicht noch eine Ergebnisverschlechterung von rund 990 T-EUR ab.

Bezugnehmend auf die Ausführungen des ersten Controllingberichts gründet die Ergebnisverschlechterung im Wesentlichen in steigenden Fallzahlen in den Bereichen der gemeinsamen Unterbringung, der Vollzeitpflege und der Heimerziehung (Produkt 02.03.03). Diese Entwicklung der drei Bereiche bedingt bis zum Jahresende voraussichtliche Mehraufwendungen von insgesamt rund 1.780 T-EUR. Hinsichtlich der andauernden Ursachen- und Begegnungsanalysen wird auf die Beratungen im Jugendhilfeausschuss (vgl. JHA vom 10.05. und 10.09.2012) verwiesen. Weitere Mehraufwendungen von rund 260 T-EUR entstehen in der Eingliederungshilfe (Produkt 02.03.05) durch erhöhte durchschnittliche Aufwendungen je Fall bei moderat wachsenden Fallzahlen. Außerdem steigen die voraussichtlichen Aufwendungen für Kinder in Tagespflege (Produkt 02.02.01) gegenüber der Planung um rund 200 T-EUR, da die Anzahl der Kindertagespflegefälle sowie der durchschnittliche Aufwand je Fall zuletzt angewachsen sind.

Entgegen den Annahmen des ersten Controllingberichts entwickeln sich die Betriebskostenzuschüsse für Kindertageseinrichtungen positiver als seinerzeit angenommen. Entsprechend den aktualisierten Berechnungsgrundlagen werden gegenüber der Planung Minderaufwendungen von rund 1.070 T-EUR prognostiziert. Die seinerzeitigen Analysen zur Jahresmitte basierten auf zum Teil unrichtigen Datengrundlagen. Die verminderten Aufwendungen gehen mit Mindererträgen aus der Landeszuweisung für Betriebskosten der Kindertageseinrichtungen in Höhe von rund 600 T-EUR einher.

Für das Haushaltsjahr 2012 wird nicht mit weiteren Ergebnisverbesserungen durch Mehrerträge aus zusätzlichen Zahlungen des Landes zum Belastungsausgleich für den U3-Ausbau nach dem Kinderförderungsgesetz (KiföG) gerechnet. Zwar hat das Land die Auszahlung zusätzlicher Mittel zwischenzeitlich angekündigt. Allerdings werden die Mittel nach derzeitiger Einschätzung erst im kommenden Haushaltsjahr ergebniswirksam. Insofern erfolgt eine Berücksichtigung im Zuge der Haushaltsplanung 2013. Hierbei wird mit zusätzlichen Zuweisungen in Höhe von rund 1.400 T-EUR kalkuliert. Ein konkreter Zuwendungsbescheid steht aus.