Betreff
2. Controllingbericht 2013
Vorlage
0247/2013
Art
Beschlussvorlage

Der Jugendhilfeausschuss nimmt den 2. Controllingbericht zum Stichtag 30.09.2013 zur Kenntnis.

      

Rechtsgrundlage:

§ 26 Abs. 2 Kreisordnung NRW (KrO NRW)

 

Sachdarstellung:

Zum 30.09.2013 wurde der zweite Controllingbericht des Jahres 2013 erstellt.

Das Budget 02 wird nach jetzigem Planungsstand mit einem negativen Ergebnis von rd. 520 T-EUR abschließen. Verbesserungen bei den Personal- und Versorgungsaufwendungen, die unterjährig noch im Budget 11 aggregiert aufgeführt werden, werden zu einer Entlastung von ca. 100 T-EUR führen.

Bei den familienunterstützenden Hilfen (Produkt 02.03.02) sind verschiedene Ursachen für eine Aufwandssteigerung identifizierbar. Bei den flexiblen Erziehungshilfen wird ein Mehraufwand von 150 T-EUR erwartet, der auf eine Fallzahlsteigerung insbesondere in der Sozialpädagogischen Familienhilfe zurückzuführen ist, aber geringer ausfällt als noch im 1. Controllingbericht prognostiziert. Zudem wurden bei der Erziehung in Tagesgruppen (§ 32 SGB VIII) mit dem überwiegend beauftragten Leistungsanbieter neue Entgelte vereinbart. Daraus resultiert ein Mehraufwand von 120 T-EUR.

Das Gros der Abweichung gründet in weiter stark steigenden Fallzahlen in den Bereichen der gemeinsamen Unterbringung, der Vollzeitpflege und der Heimerziehung (Produkt 02.03.03). Diese Entwicklung der drei Bereiche bedingt Mehraufwendungen von insgesamt rd. 600 T-EUR. Aufgrund der weiterhin anwachsenden Inanspruchnahme von Leistungen der ambulanten und stationären Erziehungshilfe wurden in der Sitzung des Jugendhilfeausschusses (JHA) am 13.11.2012 verschiedene Schritte zur weitergehenden Analyse der Entwicklung dargestellt. Über den Umsetzungsstand wurde im JHA am 20.06.2013 berichtet. Festzustellen ist eine zunehmende Überforderung von Familien, auftretende Belastungssituationen ohne fremde Hilfe bewältigen zu können. Dabei kommt es immer häufiger zu eskalierenden Situationen, die zumindest vorübergehend eine Fremdunterbringung der Kinder und Jugendlichen erforderlich macht. Mit verschiedenen Maßnahmen, wie etwa interkommunalen Leistungsvergleichen oder der vergleichenden Analyse von drei Sozialräumen innerhalb des Kreisjugendamtsbezirkes sollen mögliche Steuerungsansätze fortentwickelt werden. Die Analysen dauern gegenwärtig an.

Veränderungen ergeben sich auch im Rahmen der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen und Tagespflege (Produkt 02.02.01). Nach den konkreten Bedarfsplanungen der Kindergartenjahre 2012/2013 und 2013/2014 und den heute erkennbaren Veränderungen bei den Betriebskosten sind im Vergleich zur Budgetplanung vom Herbst 2012 geringere Betriebskosten (+1.540 T-EUR) zu erwarten. Den niedrigeren Betriebskostenzuschüssen des Kreises Borken stehen anteilig geringere Landeszuweisungen (-1.110 T-EUR) gegenüber. Die Betriebskosten-Endabrechnung 2012/2013 führt darüber hinaus zu verminderten Erstattungen durch die Kita-Träger (-140 T-EUR).

Hervorgehoben werden muss in diesem Zusammenhang, dass in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden ohne eigenes Jugendamt von vornherein die Ansätze für Hilfen zur Erziehung und Tageseinrichtungen für Kinder im Haushaltsplan sehr risikoorientiert gering geplant wurden. Insoweit wurde bereits in der Sitzung des JHA am 30.01.2013 darauf hingewiesen, dass mit einer Überschreitung dieser Ansätze gerechnet werden muss.